Deutsch für Selbstlerner

Szczegóły wydarzenia

  • Deutsch für Selbstlerner
  • Dodano: 09 sierpieñ 2014


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    Liebe BJDM-Freunde,

     

    wir starten eine neue Initiative! Ab sofort werden wir Euch mehrmals im Monat einige interessante Artikel bzw. Interviews aus der deutschen Presse präsentieren. Unter jedem Text findet Ihr Worterklärungen und Fragen zum Text, die Euch bestimmt beim Lernen unserer Muttersprache behilflich sein werden. Viel Spaß bei der Lektüre!

     


    In der Fabrik von Alfred Theodor

    Ritter, 61, wird die Schokolade

    "Ritter Sport" hergestellt. Den

    Kinderreportern Frederik und

    Lena, beide 11, erzählte er, wie

    viel er selbst nascht und warum

    die Arbeitsbedingungen auf Kakao-

    Plantagen oft schlecht sind.

     

    Dein SPIEGEL: Ihrer Familie gehört seit

    hundert Jahren eine Schokoladen -

    fabrik. Durften Sie als Kind so viel

    Schokolade naschen, wie Sie wollten?

    Alfred Ritter: Ich war als Kind

    schrecklich dürr. Meine Eltern

    fragten den Schularzt um Rat. Er

    schlug vor, mich auf Kur zu schicken.

    Aber unser Hausarzt meinte:

    "Gebt dem Bub doch mehr Schokolade."

    Ab da habe ich jeden Tag

    eine Tafel gegessen. Das hat funktioniert

    - wie man heute sieht.


    Durften Sie damals auch Süßigkeiten

    von anderen Firmen essen?

    Die Frage hat sich gar nicht gestellt.

    Ich hatte wenig Taschengeld. Und

    bei uns gab es ja nur unsere eigenen.

    Heute kaufen Sie sich aber schon mal

    eine Tafel Milka oder ein Snickers?

    Milka kaufe ich öfter, um Unterschiede

    herauszufinden. Ein Snickers

    hab ich mir neulich sogar mal

    geholt, weil ich Lust darauf hatte.


    Die Firma hat erst Ihrem Opa gehört,

    dann Ihrem Vater und jetzt Ihnen

    und Ihrer Schwester. Was hätten Ihre

    Eltern gesagt, wenn Sie keine Lust

    gehabt hätten, Chef zu werden?

    Es hätte ihnen nicht gefallen. Es gab

    eine Zeit, in der ich nicht in die Firma

    wollte. Als Kind wollte ich Bauer

    werden, später Rennfahrer. Es tut

    mir heute noch leid, dass ich diesen

    Traum nicht verwirklicht habe.


    Werden Ihre Kinder die Firma irgendwann

    leiten?

    Das dürfen sie später selbst entscheiden.

    Ihnen gehört heute schon

    ein Teil davon.


    Kakao wird nicht in Deutschland

    angebaut. Woher kommen Ihre Kakaobohnen?

    Aus Westafrika, Ghana, der Elfenbeinküste,

    Ecuador und Nicaragua.


    Arbeiten auf den Kakao-Plantagen

    Kinder?

    Ganz ehrlich: In Ghana und der

    Elfenbeinküste wissen wir es nicht

    immer. Man muss genau hinsehen:

    In manchen Ländern ist es normal,

    dass Kinder ihren Eltern helfen.

    Ausbeuterische Kinderarbeit ist aber

    verboten. Wir wollen es nicht, können

    es aber nicht immer verhindern.


    Weshalb sind die Bedingungen für

    Plantagenarbeiter so schlecht?

    Kakao ist sehr schwierig anzubauen.

    Im Vergleich dazu ist er auf dem

    Weltmarkt ziemlich billig. Deshalb

    verdienen die Plantagenarbeiter

    wenig. Außerdem haben die Staaten,

    in denen Kakao angebaut

    wird, oft keine Gesetze, die Arbeiter

    schützen. Es gibt nur schlechte

    Schulen und keine Versicherung

    gegen Krankheit oder Armut.


    Was tun Sie dagegen?

    Wir haben eine eigene Plantage in

    Nicaragua. Wir bezahlen dort mehr

    als den üblichen Lohn, bezahlen

    eine Krankenversicherung, sorgen

    für gutes Arbeitsmaterial, Essen und

    eine Ausbildung.


    Könnten sich die Arbeiter auf den Plantagen

    eine Tafel Ritter Sport leisten?

    Sie haben sie alle mal probiert.

    Aber es gibt gar keine Schokolade

    zu kaufen, weil es dort so heiß ist,

    dass sie schmelzen würde.


    Warum stellen Sie nicht komplett auf

    Bio-Kakao um?

    Bio-Kakao ist viel schwieriger an -

    zubauen. Man darf keine Pflanzenschutzmittel

    verwenden, und

    Kakaobohnen sind anfällig für

    Krankheiten. Deswegen gehen viele

    Pflanzen kaputt. So kommt es, dass

    die Bio-Schokolade teurer ist. Die

    Leute im Supermarkt wollen den

    Aufpreis meistens nicht bezahlen.


    Geben Sie uns doch mal eine Empfehlung

    für unsere Eltern mit: Wie viel

    Schokolade dürfen wir am Tag essen?

    Ich esse oft eine Tafel am Tag. Aber

    ihr als Kinder solltet wahrscheinlich

    weniger essen.


    Wie viele Zuckerwürfel stecken in

    einer Tafel Ritter Sport?

    In einer Tafel Vollmilch stecken ungefähr

    30 bis 35 Gramm Zucker -

    also elf Stückchen. Es kommt auf

    die Sorte an. Was glaubt ihr, welche

    Sorte den meisten Zucker erhält?


    Marzipan? Oder die super-süße mit

    dem Keks?

    Falsch, die Halbbitter. Alle denken,

    die sei gesünder. Das stimmt auch,

    denn sie enthält viel Kakao und

    keine Milch - aber eben auch viel

    Zucker.

     

     

    Quelle: Dein SPIEGEL

     

     

     

    Habt Ihr alles verstanden? Wenn nicht, dann helfen euch bestimmt ein paar Worterklärungen, die wir vorbereitet haben.

     

    naschen - łasować, jeść słodycze

    (die) Arbeitsbedingungen - warunki pracy

    schrecklich ? strasznie

    dürr - tutaj: chudy

    der Bub - chłopak

    (die) Süßigkeiten - słodycze

    (das) Taschengeld - kieszonkowe

    herausfinden - stwierdzić, ustalić

    hab - potoczna odmiana czasownika "haben" w pierwszej osobie liczby pojedynczej

    Lust darauf hatte - pochodzi od wyrażenia "Lust auf etwas haben" - mieć na coś ochotę

    gefallen -podobać się

    verwirklichen - realizować

    leiten - kierować, prowadzić

    anbauen - uprawiać

    ausbeuterische Kinderarbeit - praca nieletnich polegająca na wyzysku

    verboten - pochodzi od czasownika "verbieten" - zabraniać

    verhindern - zapobiegać, uniemożliwić

    (der) Weltmarkt - rynek światowy

    (die) Gesetze - ustawy

    (die) Versicherung - ubezpieczenie

    (die) Armut - bieda

    (die) Krankenversicherung - ubezpieczenie zdrowotne

    könnten sich lesiten - pochodzi od wyrażenia "sich etwas leisten (können)" - móc sobie na coś pozwolić

    schmelzen - topić (się)

    sind anfällig für - pochodzi o wyrażenia "für etwas anfällig sein" - być na coś podatnym

    (der) Aufpreis - dopłata

    (die) Empfehlung - polecenie

    (die) Zuckerwürfel - kostki cukru

    stecken in - tutaj: tkwić w

    halbbitter- półgorzki

    enthalten - zawierać

    eben - tutaj: właśnie

     

    Wenn Ihr das Interview aufmerksam gelesen habt, könnt Ihr auch diese Fragen beantworten.

     

    1. 1. Wer führt das Interview?

              a) erfahrene Journalisten

              b) Kinderreporter

              c) Herr Alfred Theodor Ritter

      2. Warum musste Herr Ritter als Kind Schokolade essen?

              a) er hatte viel Schokolade zu Hause

              b) seine Mutter befahl es ihm

              c) er war zu dünn

      3. Wo wird Kakao angebaut?

              a) in Deutschland

              b) in Westafrika

              c) in Warschau

      4. Warum gibt es in den Staaten, wo es Plantagen gibt, keine Schokolade zu kaufen?

              a) in diesen Regionen ist man andere Süßigkeiten

              b) niemand kann sich eine Schokolade leisten

              c) dort ist es zu warm

      5. Wie viel Schokolade sollte man laut dem Interviewpartner essen?

              a) eine Tafel

              b) weniger als eine Tafel

              c) mehr als eine Tafel

     

     

    Nächstes Mal gibt es einen neuen Text und Antworten zu den heutigen Quizfragen. Bis bald!